Merkblätter zur Restaurierung der überschweren Kräder BMW R75 und Zündapp KS 750.

 

Herausgeber:  ERSATZTEIL    DIENST       Hans-Peter HOMMES       41363 Jüchen Kamphausen 156 C/2

Monatlich über unsere Webseite erhältlich.            www.wehrmachtsgespann.de
 

Nr.

0 20

Thema

Rohrfeder einstellen

Verfasser

H - P Hommes

     © 2006 h-p hommes

Die Rohrfeder (Verdrehungswelle) ist aus einem speziellem Federstahl gefertigt.  Für alle BW 43 Seitenwagen wurden diese von den Firmen Brüninghaus und Hoesch aus Federstahl hergestellt und ohne Verzahnung an BMW und Zündapp geliefert.
Wer einen Rohrfeder Nachbau besitzt, der immer wieder nachgestellt werden muss, weil die Federkraft nachlässt, der hat ein geschlitztes Rohr, welches aber nicht die Federkraft besitzt, die notwendig ist um eine ausreichende Federung des BW 43 zu erreichen.
Eine neue Rohrfeder einsetzen:
Seitenwagenrad aufbocken, Bremsleitung entfernen vom Radbremszylinder, zwei 10mm Schrauben des Flanschlagers aus dem Rahmen ausdrehen und den Seitenwagenantrieb herausziehen und beiseite legen. Alte Rohrfeder herausziehen. Verschraubung des Flanschendes lösen und das Flanschende, vom Krad aus gesehen, im Uhrzeigersinn in den Langlöschern bis zum Anschlag verdrehen (entspannen). Neue Rohrfeder von der Seitenwagenseite einführen. Die Rohrfeder des BW 43 hat einen Schlitz, der beim Einsetzen nach unten weisen muss, damit kein Wasser in der Feder verbleiben kann. Nun den Seitenwagenantrieb so aufsetzen, dass der Anschlag möglichst kurz über dem Anschlaggummi steht. Einschieben,  mit dem Rahmen verschrauben und die Bremsleitung befestigen.
Einstellung:
Durch drehen des Flanschende gegen den Uhrzeigersinn (02) die Rohrfeder so stark vorspannen, dass der Anschlag fest auf dem Anschlaggummi aufliegt. Flanschende gut verschrauben. Seitenwagenrad aufbauen. Bremse entlüften.
Probefahrt unternehmen. Rad aufbocken und nun versuchen das Rad anzuheben. Ein anheben vom Anschlaggummi darf nicht möglich sein. Die Rohrfeder muss vorgespannt bleiben. Ein vorhandenes Spiel würde die Rohrfeder in der Verzahnung schlagen lassen was außer zu einem laut klackendem Geräusch auf Dauer auch eine Beschädigung der Verzahnung nach sich zieht.