Merkblätter zur Restaurierung der Zündapp KS 600.

 

Herausgeber:  ERSATZTEIL    DIENST       Hans-Peter HOMMES       41363 Jüchen Kamphausen 156 C/2

Monatlich über unsere Webseite erhältlich.            www.wehrmachtsgespann.de
 

Nr.
18

Thema
Schaltautomat

Verfasser

H-P  HOMMES

Datum

 © 2011 h-p hommes

 

Der Schaltautomat der Zündapp KS 600

 

Die Zündapp KS 600 hat einen sehr robusten und intelligent konstruierten Schaltautomaten, der normalerweise immer funktioniert, wenn da nicht in früheren Zeiten ein Bastler gemeinte hätte, er müsse hier etwas neu ausrichten und ändern.
Die Ursache, dass die Gänge sich nicht mehr ordentlich einlegen ließen oder heraussprangen, lag aber zumeist an den verschlissenen Zahnrädern und Schaltklauen und nicht am Schaltautomat.
Aber wo die Zahnräder schon mal Schrott waren, konnte man auch die Schaltgabeln so bearbeiten und verbiegen, dass sie ebenfalls nicht mehr brauchbar wurden.
 

Die Schaltgabel schiebt die Schaltmuffe so zum Gangzahnrad, dass die Klauen eingreifen können.
Die Klauen sind Hinterschnitten und ziehen sich somit selbständig ineinander.
Ab jetzt hat die Schaltgabel keine Bedeutung mehr für das Funktionieren des eingelegten Ganges.
Sie läuft frei in der Schaltmuffe und darf diese auf keinen Fall zum Gangrad hin drücken.
Aber das hat  irgendjemand in der Zeit der Neandertaler nicht begriffen und die Schaltgabel so verbogen, dass die Schaltgabel zum herausspringenden Gang drückte.
Dabei sollte die Logik aber einem bereits vermitteln, dass das Verstellen zum drücken, z.B. des 4. Gangs automatisch einen falschen und somit gegenläufigen Effekt beim 3. Gang bewirkt.

 

Wer nun feststellt, dass seine Schaltgabel einen Gang drückt und deshalb einläuft, der kann getrost jeden Versuch unterlassen, durch versuchsweises Verbiegen und probeweises Einsetzen ins Getriebe dieses zu beseitigen.

Ein Einstellen ist eventuell an einem offenen Getriebe möglich, wo man einigermaßen prüfen kann, wo die Schaltgabeln stehen.

Eine richtige Einstellung des Schaltautomaten kann nur in einer Lehre, in welcher man alles richtig sehen kann, erreicht werden.

 

Die Schaltgabeln müssen gleich weit von der Schaltklauen-Nut entfernt stehen A+A+1,0 mm ist der Schaltgabelabstand.

 

 

 

Beide Enden einer Schaltgabel müssen exakt übereinander stehen -C- und beim Einschalten eines Ganges in gleicher Flucht mit der Schaltmuffen-Nut stehen.

 

 

Die Schaltgabeln dürfen nur kalt verformt werden und es gehört etwas Übung dazu, diese richtig zu richten.


Gerne brechen die Schaltgabelenden beim Verformen ab.
 

Der kritische Bereich ist der Übergang in das gehärtete Endstück -E-.

 



 

 

Ein falsch eingestellter Schaltautomat bewirkt neben der eigenen Zerstörung der Schaltgabeln auch den schnellen Verschleiß der Schaltklauen.
Abgeschlagene Ecken an den Klauen sind ein sicheres Zeichen, dass die Einstellung nicht stimmt.
Es dauert dann nicht lange, bis das einer der Gänge nicht mehr hält und dauernd herausspringt.

 

 

 

 

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