Merkblätter zur Restaurierung der überschweren Kräder BMW R75 und Zündapp KS 750.

 

Herausgeber:  ERSATZTEIL- DIENST   Hans-Peter HOMMES       D-41748   VIERSEN   Tiefenstraße 10       Tel. 02162 - 8100933

Monatlich über unsere Webseite erhältlich.            www.wehrmachtsgespann.de
 

Nr.
10

Thema
Beschriftungen und Kennzeichnungen der Gespanne

Verfasser

H - P Hommes

Datum
© 2006 h-p hommes

 

Das Wehrmachtsgespann Zündapp KS 750 und die BMW R75 sind Arbeitsgeräte, die im militärischen Bereich Verwendung  fanden.
Wie auf vielen Arbeitsgeräten finden wir auch hier eine Menge von Hinweisschildern, Beschriftungen und Kennzeichnungen.
Die Beschriftungen können als Einprägung im Blech, als Schriftzug im Guss, auf einem Schild oder einem Abziehbild, eingeschlagen, aufgemalt oder gestempelt sein.
Manche der Beschriftungen könnte man als unsinnig bezeichnen.
Weshalb steht AUF-ZU am Gasdrehgriff? Jeder, der einen Führerschein hat, weiß wie er den Gasdrehgriff zu betätigen hat.

Aber so sind sie die militärischen Bürokraten, alles wird auf den dümmsten Soldaten abgestimmt.

Aber das er gut lesen kann, dass setzt man auch beim Dümmsten voraus.
 

Wer nicht lesen kann, hat jedoch auch noch eine Chance beim Militär sein Einheit zu finden.
Man hat die Divisions- und Taktischenzeichen in Bildform gehalten.
Das können dann auch Analphabeten noch erkennen.
Da kann sich keiner rausreden, er könne nicht lesen.

 

 

In einer militärischen Bedienungsanleitung stand folgendes:

Zum Ölwechsel nach 500 Km das noch warme Öl ablassen.

Es soll dann vorgekommen sein, dass zwar Öl abgelassen aber kein neues Öl eingefüllt wurde. Vom Einfüllen eines neuen Öls stand dort nichts und es kann nicht erwartet werden, dass der Soldat aus dem Wort Ölwechsel schließt, dass er ein neues Öl einfüllen muss.

Die Bedienungsanleitungen wurden eingestampft und neue mit entsprechender Änderung gedruckt.

 

 

 

Da sind Beschriftungen die von den Zulassungsstellen gefordert werden wie:

Typenschild, Kennzeichen, Kennzeichnung der Reifen mit Größenangabe und Profilart  und die Fahrgestell- und Motornummer.

 

Dann die werksmäßigen Hinweise und Informationen.

Das Handbuch zur Bedienung, der Ersatzteilkatalog für die Bestellung von Ersatzteile. Ein Stempel auf dem Werkzeugdeckel, die Inhaltsangabe für den Kraftstoffbehälter, der Schmierplan, in welche Richtung die Sperre eingelegt wird, die Ausführungskennzeichnungen, die Beschriftung der Ölpeilstäbe, Einprägungen wie START und FAHRT für die Stellung der Starthilfe und die Hinweise AUF und ZU auf  dem Tankdeckel und am Gasdrehgriff usw.

 

Die militärischen Kennzeichnungen und Hinweise.

Die Taktischen- und Divisionszeichen, die Umrisserkennung, Entstörhinweis, die Verladeangaben, die Luftdruckangaben für die Reifen, wann der Filter zu reinigen ist, welche Werte die Bedüsung der Vergasers hat und die eingeschlagenen Abnahmestempel.

 

Die individuell in den Einheiten aufgemalten Beschriftungen.

 Die fortlaufende Nummerierung der Gespanne auf dem Tank. Batterien oder Packtaschen erhielten häufig die Nummer des Kennzeichens aufgemalt um diese Teile einwandfrei jedem Krad zuordnen zu können.

 

Die persönliche Gestaltung durch den Soldaten.

Einen oder mehrere weibliche Vornamen auf dem Tank. Der Namen eines gefallenen Kameraden mit Datum und Kreuz.

 

An so einer Zündapp oder BMW gab es eine ganze Menge zu lesen. 

Das Beschriften im Herstellerwerk wird in den Rechnungen als aufmalen bezeichnet.

 

Die Schriftzüge der Zulieferfirmen wie Bosch, Hella, Noris, Steib, Ribe, +GF+ und Verbus standen auf deren Produkten. So um 1943 ging ein Erlass an die Firmen, dass man auf die Kennzeichnung verzichten sollte, da den Deutschen zu Ohren gekommen war, dass die Amis erbeutete Fahrzeuge auswerteten. Bei neuen Fahrzeugen konnten sie dann feststellen, wo sich eine Produktionsstelle befand, die man  bombardieren könnte.

 

Den Sinn aller Beschriftungen und Kennzeichen zu erklären ist zu aufwendig.

 

Hier einige:

 

Umrisserkennung:

Da bei Dunkelheit mit Tarnlicht gefahren wurde und man damit wahrlich keine gute Sicht hatte, wurden an den äußeren Fahrzeugteilen der Gespanne weiße Farbflächen lackiert, um die Umrisse deutlicher hervorzuheben.

Z.B. am Seitenwagen vorn und hinten am Schutzblech, vorn links das Schutzblech oder die Packtasche hinten links.

 

Nummerierung:

Auf Originalfotos sieht man auf dem Tank eine große Nummer aufgemalt. Hierdurch war es einfacher festzustellen, wer wo fuhr oder ob eine Fahrzeug fehlte. Ein mir vorliegendes Foto zeigt drei in Kolonne fahrende Gespanne mit fortlaufenden Nummern. Auch ist auf Originalfotos oft zu sehen, dass die Batterie und die Packtaschen mit der Kennzeichen Nummer versehen sind.

 

 

Die detaillierte Beschreibung wo, was und wie Beschriftung an den Gespannen vorhanden ist, könnt Ihr in meinen Büchern über das Wehrmachtgespann nachlesen.

 

Für BMW R75

Bestell Nr. 6666  oder in english 6666-GB

 

 


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