Merkblätter zur Restaurierung der überschweren Kräder BMW R75 und Zündapp KS 750.

 

Herausgeber:  ERSATZTEIL    DIENST       Hans-Peter HOMMES       41363  Kamphausen 156 C/2

Monatlich über unsere Webseite erhältlich.            www.wehrmachtsgespann.de
 

Nr. 110

Thema
Heizung

Verfasser

H - P Hommes

Datum

© 2013 h-p hommes

 

Hand und Fußheizung

 

Nachdem sich der erste Winter in Russland als sehr kalt für die Kradfahrer erwies, versuchte man beim OKH (Oberkommando Heer) den vielen Ausfällen der Soldaten durch Erfrierungen entgegenzuwirken. Das OKH gab 1942 bei den Triumph-Werken in Nürnberg die Entwicklung einer Hand-/Fußheizung in Auftrag und bestellt davon dann 12.000 Stück zur Nachrüstung an den vorhandenen Krädern. Bereits Ende 1942 wurden die Heizungen an die Truppe ausgeliefert.

 

Als besonders gelungene Konstruktion kann man die Hand- und Fußheizung allerdings nicht bezeichnen. Die Auspuffgase wurden in die Handmuffen geführt, und der Fahrer trug Handschuhe, die nun von den Abgasen erwärmt wurden. Es qualmte aus den Handmuffen und aus den Fußtrichtern. Einzig die Seitenwagenheizung, auch eine Fußheizung, funktioniert ganz gut. Hier war eine Heizschlange unten im Boot verlegt, die gut Wärme abgab. Die Auspuffgase traten außen am Seitenwagenboot durch einen kleinen Schalldämpfer aus.
Die hand- Fußheizung war keine wirklich befriedigende Lösung.

Im Jahr 1943 wurden die Fußtrichter und die Handheizung dann auch nicht mehr angebaut.

 

Es verblieb nur die Seitenwagenheizung.

 

Der Seitenwagen wird im Fußraum angenehm warm. Regelbar ist der Abgasdurchgang mit dem verstellbaren Drosselschieber im Schalldämpfer außen rechts am Seitenwagen.

 

Alle an die Wehrmach ausgelieferten BMW  R75 Gespanne ab der Fgst. Nr. 758 001, was dem Baujahr November 1942 entspricht,
hatten also bis zum Produktionsende zumindest
  immer eine Seitenwagenheizung.
Die 1943 an die Spanische Armee gelieferten 750 Stück BMW R75 waren ohne Seitenwagenheizung.
 

 Ab 1942 hatte jede Zündapp KS 750 eine Heizung für den Seitenwagen angebaut.
Auch die 1944 nach Finnland ausgelieferten Zündapp KS 750 waren mit Seitenwagenheizung.

 

Dies wird fast immer bei der Restaurierung der Wehrmachtsgespanne ignoriert.

Neue Originalität
nenne ich so was. Man baut so wie man will und ignoriert Wichtiges weil es zuviel Aufwand bedeutet.

 

Eine der seltenen originalen Hand-Fußheizungen

 

 

Den "Muff" haben wir abgenommen um die Technik zu zeigen

   

Die Seitenwagenheizung war an allen Gespanne von BMW R75 und Zündapp KS 750 ab 1942 serienmäßig verbaut.

Die Heizung hat auch eine gute Wirkung und heizt den Seitenwagenbereich gut auf.

Die Heizschlange kann so heiß werden, dass Kunststoffsohlen von Schuhen Schaden nehmen können.

Aber da ihr ja alle mit original Lederstiefel fahrt
dürfte das kein wirkliches Problem darstellen.

Keine Heizung im Seitenwagen?
War aber dort ab 1942 vorhanden.

     

 

Die Hand- und Fußheizung war so unbrauchbar und überflüssig wie ein Kropf. Nur die Seitenwagen Heizung ist sinnvoll und funktioniert.

 

 

                                                                   
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