Merkblätter zur Restaurierung der Zündapp KS 600.

 

Herausgeber:  ERSATZTEIL- DIENST   Hans-Peter HOMMES       D-41748   VIERSEN   Tiefenstraße 10       Tel. 02162 - 8100933

Monatlich über unsere Webseite erhältlich.            www.wehrmachtsgespann.de
 

Nr.
27

Thema
Ölverdünnung - Luftblasenviskosimeter

Verfasser

H-P  HOMMES

Datum

 © 2013 h-p hommes

 

Luftblasenviskosimeter

 

Die wenigsten kennen dieses Zubehörteil. Es gehört zur Winterausrüstung der Wehrmachtsfahrzeuge.

 

Mit diesem Gerät wird die vorgenommene Ölverdünnung des Motoröls festgestellt.

Bei hohen Minustemperaturen ist das Öl so zähfließend, dass der Motor nur schlecht oder überhaupt nicht zu starten ist. Deshalb wurde eine vorgegebene Menge Benzin dem Motoröl beigegeben.

Wenn das Fahrzeug außer Betrieb genommen werden sollte, wurde der Motor abgestellt und mit dem Luftblasenviskosimeter  überprüft, wie viel Benzin noch im Öl nach dem Benutzen von der letzten vorgenommenen Ölverdünnung vorhanden ist. Dies ist notwendig zu überprüfen, da bei zu hoher Verdünnung die Schmierfähigkeit des Öls nachlässt. Je nach Betriebsdauer und Betriebstemperatur ist eine unbekannte Menge des zugefügten Benzins verdunstet. Der Zustand der Verdünnung des Motoröls wird deshalb mit dem Luftblasenviskosimeter geprüft.

Hierzu wurde mit einem Gummischlauch etwas Öl durch die Öleinfüllöffnung des Motors entnommen und in die Öffnung A des Röhrchens 1 eingefüllt. Die Befüllung erfolgte jedoch nur zu 2/3. Dann wurde das Röhrchen verschlossen.

Im Röhrchen 1 ist das Öl des Motors.

In Röhrchen 2 ist ein Öl mit der Verdünnung nach  b. was 25% entspricht.

In Röhrchen 3 ist ein Öl mit Verdünnung nach a. 15% .

In Röhrchen 4 ist das normale Winteröl ohne Verdünnung.

 

Dreht man das Gerät um 180°, dann beginnen die Luftblasen nach oben zu steigen.

Beispiel:  Temperatur von - 28°C.

Ist die Luftblase des Motoröls schneller als die von 3 aber langsamer als die von 2, ist das Motoröl nicht zu verdünnen.

Ist die Luftblase des Motoröls schneller als die von 4 aber langsamer als die von 3, ist Benzin dem Motoröl beizufügen.

 

A. Einfüllöffnung mit Verschluss       B zweite Öffnung mit Verschluss zum besseren Entleeren.

Beschriftung des Geräts von oben gelesen:

Orig. Motor-Oel. d.Wehrm. unverdünnt

dto. vorverdünnt nach a

dto. vorverdünnt nach b

Wo das Motoröl des Motors eingefüllt wird, ist keine Beschriftung vorhanden.

---Getriebe und Hinterradantrieb wurden nicht verdünnt.

Motorenöl der Wehrmacht (Winter) entspricht unserem Einbereichsöl SAE 30.


Das Fett der Seilzüge ist zu verdünnen. Dies haben wir bei unseren Winterfahrten in Norwegen bei -30° ebenfalls erfahren.
Wer nicht das richtige Schmiermittel an den Seilzügen hatte fuhr oft nur Vollgas, da die Feder am Vergaser zu schwach war um den klebrigen Seilzug zurückzuziehen.
Besser ist es, neue Seilzüge direkt beim Einbau mit dünnem Grafitfett zu schmieren.

 

 

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