Merkblätter zur Restaurierung der Zündapp KS 600.

 

Herausgeber:  ERSATZTEIL- DIENST   Hans-Peter HOMMES       D-41748   VIERSEN   Tiefenstraße 10       Tel. 02162 - 8100933

Monatlich über unsere Webseite erhältlich.            www.wehrmachtsgespann.de
 

Nr.
34

Thema
Ölverlust zwischen Motor und Getriebe

Verfasser

Sebastian Klüser

Datum

© 2017  h-p hommes

 

Ölverlust zwischen Motor und Getriebe der Zündapp KS 600

 

Immer wieder werden uns Fragen zum verölen der Kupplungen und zum Ölverlust zwischen Motor und Getriebe bei der Zündapp KS 600 gestellt.
Dieser Ölverlust ist konstruktionsbedingt normal und sogar von Zündapp gewollt.

Der große Zwischendeckel des Getriebes der Zündapp KS 600 besitzt im oberen linken Bereich ein ca. 3x1cm große rechteckiges Öffnung, sowie eine Bohrung auf der rechten Seite in Höhe der Hauptwelle im Lagersitz der Vorgelegewelle, um den Kupplungsraum mit Öl zu versorgen.

Zündapp machten mit dieser Konstruktion den Versuch, eine Nasskupplung zu bauen.

Durch die Drehbewegung der Getriebewellen wird ein wenig Öl in den Kupplungsraum geschleudert und die Kupplungsscheiben dabei dauerhaft mit Öl benetzt.
Dies sollte die kleine Kupplung der Zündapp KS 600 entlasten und den Verschleiß minimieren.
   
     
Unbedacht blieb hierbei die Nahtstelle zwischen Motor und Getriebe sowie die Rückführung des Öls aus dem Kupplungsraum in Motor oder Getriebe, was unweigerlich zur Folge hatte, dass durch die nicht abgedichtete Verbindungsstelle zwischen Motor und Getriebe Öl tropfte.
Dieser Ölverlust ist ganz normal, da von Zündapp hier keine Dichtung vorgesehen ist.

Zur Minimierung dieses ungewollten und lästigen Ölverlustes wurde am Motorgehäuse unterhalb der Getriebeölablassschraube eine durch eine Senkkopfschraube verschlossene Bohrung angebracht, mit der regelmäßig das gesammelte Öl im Kupplungsraum abgelassen werden konnte.

So wurde und wird ein lästiges "nässen" zwischen Motor und Getriebe der KS 600 vermieden.
Eine nicht als gelungen zu bezeichnende Lösung.


 
     
Eine andere Möglichkeit zur Behebung dieses Problems ist das Umrüsten des Getriebedeckels zum fast baugleichen Getriebedeckel der ab 1950 gebauten Zündapp KS 601.
Die Getriebegehäuse der beiden Maschinen sind baugleich.
Jedoch hat die Zündapp nach den Erfahrungen mit der Kupplung der KS 600 bei dem Folgemodellen KS 601 die Idee mit der Nasskupplung wieder verworfen und haben daher das rechteckige Fenster im oberen linken Bereich verschlossen, wobei die Gussform nur verändert ist denn die Öffnung ist weiterhin sichtbar.
 

Außerdem wurde der Lagersitz der Vorgelegewelle mit einer Verschlussschraube abgedichtet.

   
     
     

 

 

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