Merkblätter zur Restaurierung der Zündapp KS 600.

 

Herausgeber:  ERSATZTEIL- DIENST   Hans-Peter HOMMES       D-41748   VIERSEN   Tiefenstraße 10       Tel. 02162 - 8100933

Monatlich über unsere Webseite erhältlich.            www.wehrmachtsgespann.de
 

Nr.
37

Thema
Seilzugprobleme

Verfasser

Sebastian Klüser

Datum

© 2017 hphommes

 

 

Immer wieder passiert es Gespannfreunden, dass sie Probleme mit neu eingesetzten Kupplungs- bzw. Bremszügen haben.
Sie erneuern ihre Seilzüge, fahren eine Weile und schon nach kurzer Zeit reißt der Seilzug unmittelbar an der Tonne (Bild 1) im Handhebel ab.

Einige meinen dann: "Dies muss ein Materialfehler sein!" und der Seilzug wird reklamiert.....

Handelt es sich hierbei wirklich um einen Materialfehler?

In fast allen Fällen ist es ein Montagefehler, der zum reißen der Seilzüge führt.

Es ist bei der Montage der neuen Seilzüge unbedingt darauf zu achten, dass sich die Tonne des neuen Zuges beim betätigen des Handhebels frei in der Gabel des Handhebels (Bild 3) drehen und sich nirgendwo verhaken oder verklemmen kann.

Ein Materialfehler würde vorliegen, wenn sich der gesamte Seilzug aus der Tonne löst, wie auf Bild zwei zu sehen ist.

 
     
     
Wenn sich die Tonne des Seilzuges jedoch in der Gabel des Handhebels nicht frei bewegen kann und sich in einer Position verhakt, passiert folgendes: Beim wiederholten Ein-und Auskuppeln bleibt die Tonne also immer in einer Position in der Gabel des Handhebels und knickt den Seilzug immer wieder hin und her.
Knickpunkt ist hierbei der Teil direkt an der Tonne.

Die einzelnen Drahtstränge des Seilzuges werden hierdurch an einem Punkt extrem belastet und überdehnt, so dass die einzelnen Drahtfasern spröde werden und der Zug schon bald an dieser Stelle reißt.

Es ist hier das gleiche Prinzip, wie wenn man einen Draht immer wieder hin und her knickt an der gleichen Stelle. Durch die Reibung der Moleküle im inneren des Drahtes verändert man die Struktur des Drahtes bzw. der Moleküle und das Material wird spröde, bis es reißt.
   
   
Übrigens ist es auch original so gewesen, dass es nur einen Handhebel für Kupplung und Bremse gab, sowohl bei der Zündapp KS600, Zündapp KS750 und der BMW R75. Die 1.Ausführung der Handhebel war aus Aluminium hergestellt, die 2. Ausführung war dann Aufgrund des immer knapper und teurer werdenden Materials aus Stahlguss hergestellt.       

 

 

 

 

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