Merkblätter zur Restaurierung der überschweren Kräder BMW R75 und Zündapp KS 750.

 

Herausgeber:  ERSATZTEIL    DIENST       Hans-Peter HOMMES       41363 Jüchen Kamphausen 156 C/2

Monatlich über unsere Webseite erhältlich.            www.wehrmachtsgespann.de
 

Nr. 69

Thema
Kodierung

Verfasser

H - P Hommes

Datum

© 2010 h-p hommes

 

Kodierung der Hersteller  

 

Bis 1941 war die Deutsche Wehrmacht sehr auskunftsfreudig und schrieb auf ihre Produkte direkt die Adresse des Herstellers, damit die Produktion durch gezielte Bombardierungen der Alliierten ein baldiges Ende nehmen konnte.

Ab 1941 wurde eine Hersteller-Kodierung mit Buchstaben eingeführt. Diese sollte verhindern, dass der Gegner bei erbeuteten Kriegsprodukten sofort feststellen konnte, von welcher Firma und wo diese gefertigt waren. Hatte der Ami zuvor eine BMW erbeutet, zerlegte er diese und konnte sich auf die deutsche Gründlichkeit verlassen. Vielfach waren Herstellerfirma und Produktionsort vermerkt.

SKF aus Schweinfurt, Steib aus Nürnberg oder Drilastic aus Hanau. Bei anderen Produkten war zwar nur der Name vorhanden wie Hella, Bosch, Notek, Noris, Ate, Ribe usw., aber da reichte bereits der Besitz eines deutschen Telefonbuches aus, um Herstellungsort und Adresse ausfindig zu machen und ein paar Bomber dorthin zu schicken.

 

 

Die Kodebücher waren natürlich geheim, aber so geheim auch wieder nicht. Da stand im Motorgehäuse der BMW R75 jetzt nicht mehr BMW als Hersteller, sondern das Kürzel  JGZ. Dass JGZ die geheime Kodierung für BMW sein dürfte, darauf war ja nun wirklich nicht schwer zu kommen.

 

 

 BMW-Werke                    Kode ist  JGZ  
Das JGZ finden wir zum Beispiel im Motorgehäuse der BMW R75 eingegossen.

 

 

Zündapp-Werke              Kode ist  EDS 

Diese Zeichen ist mir nur bekannt am Einfüllstutzen des Motorgehäuses. Man muss schon richtig hinsehen um diese Buchstabenkombination zu erkennen.  

 

                  Die Buchstaben Kombination M/5 ist der Prüfstempel des abnehmenden Prüfers.