Preisentwicklung seit 1988 bis 2008 für Zündapp KS 750 und BMW R75

Euro/Jahr 1996 1998 2000 2002 2004 2006 2007 2008 2009
40.000 €

 

                 
35.000 €

 

 

                 
30.000 €

 

 

                   
25.000 €

 

 

               
20.000 €

 

 

               
15.000 €
 


 

               
10.000 €

 

 

                 
  5.000 €

 

 

 

                   

Da ich einen guten Einblick habe über Fahrzeuge die verkauft werden, kann ich es recht realistisch beurteilen wie die Preisstruktur sich bisher gestaltet hat. Die Krise von 2008 macht sich auch beim Handel der Wehrmachtsgespanne stark bemerkbar. Das Angebot steigt, die Nachfrage sinkt und somit geht der Preis auch weiter nach unten.

Schwarz = Nachweisbar mit guten Ersatzteilen technisch komplett restauriert und optisch im besten Originalzustand.

Diese Gespanne sind in einem allerbesten Zustand, mit wirklichen Top Aggregaten und ohne Kompromisse restauriert. Das bei diesen Krädern ein so großer Preisanstieg stattfand, liegt besonders daran, dass die Substanz beim Einkauf teurer und schlechter ist. Die gesamte Restauration sich dadurch wesentlich verteuerte, da viel mehr an Restaurationsarbeit anfällt um ein wirklich Top Wehrmachtsgespann wieder zu erstellen.

Rot = Optisch gut aussehend, Technisch bedingt fahrbereit.

Der erzielbare Preis für diese Motorräder hangelt sich bis 2008 im Abstand am Preis der vollrestaurierten Gespanne entlang.

Seit 2008 ist aber hier ein größeres Angebot an Gespannen, die man als Notverkäufe vermerken kann. Deshalb ist besonders in diesem Bereich  das Angebot gestiegen und die Nachfrage gesunken. Dies führte zu einem verstärkten Preisverfall.

Diese Motorräder sind meist recht original Aussehend jedoch technisch nur mit alten Originalteilen, die nicht immer von bester Qualität sind,  oder mit etlichen Kompromissen versehen hergerichtet oder bereits seit längerer Zeit im Gebrauch.

Blau = Unrestaurierte Substanz     

Zu berücksichtigen ist, dass 1990 die Ostgrenzen sich öffneten und jede Menge Maschinen aus Osteuropa im unrestaurierten Zustand nach Deutschland kamen. Ab 2000-2002 versiegte diese Quelle abrupt und die angebotenen Substanzen wurden weniger aber auch in der Qualität immer schlechter.
Dies führte zu einer Stabilisierung des Preises für unrestaurierte Gespanne.

Der neue Trend ist die unrestaurierten Substanzen zu zerlegen und die vorhandenen Originalteile einzeln zu verkaufen was für die Verkäufer einen höheren Ertrag erbringt als das Gespann komplett unrestauriert zu verkaufen.
Dabei werden dann jedoch originale Motorräder total zerlegt und an die verschiedensten Käufer veräußert.

 

hphommes 05/2009